
Caroline Ann Baur (*1986, St.Gallen) lebt und arbeitet in Zürich. Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Sound Arts, Installationen und kollaborativen Experimenten. Hauptaugenmerk legt sie auf das Schaffen von sozialen Räumen. Sie experimentiert mit der Praxis des aktiven Zuhörens und ist von der Frage nach der gegenderten Auf- und Abwertung von Arbeit und Symbolik geleitet.
Flurina Mia Häberli (*1998 in Budapest) ist Klangkünstlerin und Musikerin. Sie absolvierte 2023 den Bachelor Sound Arts an der HKB in Bern und schloss im Sommer 2025 ihren Master am Institute of Sonology in Den Haag (Niederlande) ab.
Im Zentrum ihrer aktuellen künstlerischen Forschung steht die vom Menschen verursachte Unterwasserlärmverschmutzung, die sie als Grundlage für Kompositionen und Live-Performances nutzt, um das Bewusstsein für diese oft übersehene Form der Umweltverschmutzung zu schärfen. Angesichts der Dringlichkeit der Klimakrise ist es ihr ein besonderes Anliegen, durch Klangkunst und künstlerische Forschung auf ökologische Fragestellungen aufmerksam zu machen.
Neben ihrer Arbeit im Bereich der akustischen Ökologie ist Flurina Mia Häberli als Live-Musikerin tätig. Sie ist Mitglied des elektronischen Trios babycurls, Sängerin und Gitarristin der Band no phase und Bassistin bei One Sentence. Supervisor.
Neyen Pailamilla ist eine queere Mapuche-Künstler:in und lebt und arbeitet in Zürich. Ihre Praxis untersucht die Verflechtungen von Körper, Territorium und lebendigen Systemen und bewegt sich dabei zwischen Performance, textilen Arbeiten und transdisziplinärer Forschung. Aus einer diasporischen Perspektive heraus setzen sie sich mit ihrem jeweiligen Umfeld auseinander und befragen dabei die Beziehungen zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem. Grundlage ist unter anderem das Mapuche-Konzept des itrofill mongen («alle Leben ohne Ausnahme»), das alle auf der Erde existierenden Wesen als Teil eines einzigen, miteinander verbundenen Gefüges versteht.
Riikka Tauriainen (sie/they) ist bildende Künstler:in und Forscher:in. In den Installationen, Filmen und Skulpturen setzt sie sich mit ökologischen Fragestellungen, ozeanischer Wissensbildung sowie Geschlechterpolitik auseinander. An der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft untersucht sie Wasserphänomene und materielle Verwandtschaften aus feministischen und posthumanistischen Perspektiven.
manon fantini
Manon Fantini ist eine vielseitige Künstlerin mit Sitz in Biel/Bienne. In den von ihr entwickelten Formaten, versucht sie stets Neugier, Begegnungen, sowie eine sanfte und intuitive Ko-Kreation zu fördern. In den letzten Jahren entwickelte sie vor allem Projekte rund um die Themen zuhören und Klang, unter anderem als Vermittlerin für das Festival Sonic Matter in Zürich.
nik fischer
Nik Fischer ist Kulturvermittler und Kurator, wohnt in Biel/Bienne und an den Schnittstellen von Gesellschaft, Kunst und Kollaboration zuhause. Er ist Co-Leiter von Audible Perspectives, dem schweizer Festival für akustische Ökologie und gehört zum Kollektiv ‹keine krone›, das ab September 2026 den gleichnamigen Kunstraum in Biel kuratiert.
kosmika zopa
Kosmika Zopa is a collective working on politicized somatics, engaging with practices from bodywork, activism, and the performing arts. The collective consists of Amy de Zoysa, Carla Peca, Christina Gabriela Galli, and Vicky Baderna, who first met at Feministisches Streikhaus in Zurich. Currently, they are experimenting with different forms of ritual: from long-lost traditions and everyday routines to newly invented ones.
«susurrus» verwandelt die Mülenenschlucht in St.Gallen für ein Wochenende in eine Welt der audiovisuellen und performativen Kunst. Künstler:innen setzen sich mit mehr-als-menschlichen Lebewesen rund um die Mülenenschlucht auseinander und treten mit ihnen in Austausch. Dabei entstehen ortsspezifische Werke, die in Zusammenarbeit mit der Umgebung erschaffen werden. So entsteht für Publikum und Kunstschaffende eine einzigartige, nicht wiederholbare Erfahrung.
Mit deinem Ticket machst du Susurrus überhaupt erst möglich. Du ermöglichst die Arbeit der beteiligten Künstler:innen und trägst dazu bei, das Festival umzusetzen. Du kannst zwischen drei Preiskategorien wählen: Regulär, Unterstützung und Reduziert – je nachdem, was für dich stimmig ist. Möchtest du Susurrus zusätzlich unterstützen, hast du während des Festivals die Möglichkeit, einen freiwilligen Beitrag über Twint oder bar in die Kollekte zu geben. Danke, dass du Susurrus mitträgst!
Die Mülenenschlucht ist in nur 7 Minuten zu Fuss von der Talstation der Mühleggbahn erreichbar. der Weg ist markiert und führt etwas steil bergauf, mit Treppen. Alternativ fährt der Bus nr. 6 «Bach, St. Georgen» ab dem Bahnhof St.Gallen bis zur Haltestelle «Mühlegg». Von dort sind es noch 240 Meter Fussweg bergab bis zum Ziel, ebenfalls markiert und barrierefrei.
fr: 11.09.2026
verschiebedatum: 18.09.2026
programm variiert, info folgt
Dauer: ca. 20 min
Treffpunkt Berneggstollen
Hinweis Wir bewegen uns gemeinsam die Mülenenschlucht hinauf zum Wasserfall.
Ausgehend vom Mapuche-Verständnis des Landes – in dem alles Leben als Teil eines gemeinsamen, verbundenen Gewebes verstanden wird – eröffnet diese Performance eine erste Begegnung mit dem Wasserfall und der Landschaft, die diese Zusammenkunft trägt.
In einer Begrüssung auf Mapudungun wendet sich die Künstler:in direkt an den Wasserfall, stellt sich vor und bittet um Erlaubnis, diesen Ort zu betreten. Der Wasserfall wird dabei als lebendiges Gegenüber verstanden, zu dem eine Beziehung von Respekt und gegenseitiger Anerkennung möglich ist.
Die Performance verbindet live gesprochene und voraufgezeichnete Stimme mit metallischen Klängen und einer atmosphärischen Klanglandschaft, die das Geschehen begleitet. Ein fuchsiafarbenes Kostüm erinnert an die Chillko, eine Pflanze, die nahe am Wasser wächst. Zwei textile Elemente, die von einer Brücke herabhängen, entfalten sich über dem Wasserfall und erweitern die Geste der Begrüssung in die Landschaft hinein.
Als eröffnendes Ritual lädt die Performance dazu ein, den Ort bewusst wahrzunehmen, ihm zuzuhören und ihn als gastgebendes Territorium anzuerkennen.
21:00—23:00
21:00—21:30: Soundperformance
21:00—23:00: Videoarbeit
22:15—22:45: Soundperformance
meandering ist eine audiovisuelle performance, die mit zwei schweizer Schluchten in Dialog tritt: der Taubenlochschlucht in Biel und der Mühlenenschlucht. ausgehend von einer künstlerischen Recherche in der Taubenlochschlucht entwickelt Flurina Mia Häberli eine ortsspezifische Arbeit für die Mühlenenschlucht.
Live erzeugte und vorproduzierte Klanglandschaften verweben sich mit dem Rauschen des Wassers. synthetische Frequenzen und natürliche Klänge verschmelzen zu einer Atmosphäre, welche sich als temporäre Resonanz mit der Landschaft versteht.
Die visuellen Elemente von Neyen Pailamilla erweitern diesen Dalog: Projektionen von Körpern, die sich durch Wasser bewegen, legen sich auf die Wasseroberfläche der Schlucht und verbinden menschliche Bewegung mit den Strömungen des Ortes.
Im Anschluss an Neyen Pailamillas eröffnende Performance – die den Wasserfall in mapudungun begrüsst und ihn als lebendiges Wesen anerkennt – setzt meandering die Begegnung mit dem Territorium fort. Beide Arbeiten laden dazu ein, der Landschaft nicht als Kulisse, sondern als Gegenüber zu begegnen – aufmerksam, respektvoll und in Beziehung.
sa: 12.09.2026
verschiebedatum: 19.09.2026
programm variiert, info folgt
10:30—12:00
ein mülenenstück
Ein Soundwalk von Manon Fantini und Nik Fischer, in Kollaboration mit SSAE - Swiss Society for Acoustic Ecology
Anmeldung: m.barra@gmx.netTreffpunkt: Bernegg Stollen, Mülenenschluchtweg St.GallenAnzahl Teilnehmer:innen: max. 15 Kinder: empfohlen ab 9 Jahren, in Begleitung von Erziehungsberechtigten. Wetter & Sicherheit: Bequeme und dem Wetter angepasste Kleidung wird empfohlen. Rutschfeste Schuhe. Wir sind draussen. Versicherung: Ist Sache der Teilnehmenden. Sprache: Bei Bedarf mehrsprachig (DE, FR, EN) Organisation und Leitung: Manon Fantini, Nik Fischer
Wir gehen, wir halten inne, wir lauschen, wir erleben.
Strömungen und Formen, Schwingungen und Echos - wir resonieren mit dem was ist. Wir spielen mit. Nicht weniger. Nicht mehr. Während dieser gemeinsamen Zeit entlang der Schlucht üben wir uns darin, den feinen Bewegungen zuzuhören. Ein Stück der Mülenen im Hier und Jetzt. Ein Moment der Kontemplation.
so: 13.09.2026
verschiebedatum: 20.09.2026
programm variiert, info folgt
Meeting Point: Bernegg Stollen, Mühlenenschluchtweg, St.Gallen Language: Englisch, auf Anfrage Übersetzung auf Deutsch Accessibility: Route is not wheelchair accessible
An invitation to be liquid, to be sound, to form poems out of leaves, to move through tree time, cry rivers and sound together in a dissonant choir of breaths. Together we invent our own rituals for a broken planet, long for connections lost and let the waters in and around us guide us. The practice will include a listening walk up the waterfall, movement invitations, humming and creating a sculpture out of found objects.
20:00—20:45: Soundperformance
20:00—23:00: Videoarbeit
Die audiovisuelle Performance von Caroline Baur und Riikka Tauriainen folgt der Steinach.
Flussaufwärts – nicht nur zu ihrer Quelle im Steineggwald, sondern durch die verschiedenen Zeitschichten, die in ihrem Lauf gespeichert sind. Wasser erscheint dabei als Träger von Sedimenten, Erinnerungen, Klängen und Geschichten.
Ausgehend von der Mülenenschlucht lauscht die Arbeit den geologischen und historischen Echos des Ortes. Die Wände der Schlucht, das Gestein, die Gebäude und die Spuren menschlicher Nutzung werden zu Resonanzräumen einer viel älteren Geschichte. Lange bevor Menschen diesen Ort besiedelten, bedeckten tropische Urwälder, Wüstenlandschaften, Flussdeltas und das Tethysmeer die Region. In den Schichten der Meeresmolasse sind diese vergangenen Welten bis heute eingeschrieben. Die Figur des Echos wird dabei zur Vermittlerin zwischen Gegenwart und Deep Time – zwischen dem Meer, das hier einst war, der menschlichen Aneignung, und möglichen zukünftigen Landschaften.
Die Arbeit versteht Zuhören als eine Form der Aktivierung: ein Versuch, geologische, mikrobische und historische Echos auftauchen zu lassen. Projektionen, Klänge und Text kartieren diese Schichten und lassen unterschiedliche Massstäbe von Zeit und Wahrnehmung ineinanderfliessen.
kuration und organisation: morena barra ≈ beratung künstlerische leitung: nik fischer ≈ produktionsleitung & medienarbeit: kulturfundament ≈ artist care & hospitality: miriam d'errico ≈ gestaltung: sirkka ammann ≈ social media: nadine schwery ≈ technik: monkey productions

Caroline Ann Baur (*1986, St.Gallen) lebt und arbeitet in Zürich. Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Sound Arts, Installationen und kollaborativen Experimenten. Hauptaugenmerk legt sie auf das Schaffen von sozialen Räumen. Sie experimentiert mit der Praxis des aktiven Zuhörens und ist von der Frage nach der gegenderten Auf- und Abwertung von Arbeit und Symbolik geleitet.
Flurina Mia Häberli (*1998 in Budapest) ist Klangkünstlerin und Musikerin. Sie absolvierte 2023 den Bachelor Sound Arts an der HKB in Bern und schloss im Sommer 2025 ihren Master am Institute of Sonology in Den Haag (Niederlande) ab.
Im Zentrum ihrer aktuellen künstlerischen Forschung steht die vom Menschen verursachte Unterwasserlärmverschmutzung, die sie als Grundlage für Kompositionen und Live-Performances nutzt, um das Bewusstsein für diese oft übersehene Form der Umweltverschmutzung zu schärfen. Angesichts der Dringlichkeit der Klimakrise ist es ihr ein besonderes Anliegen, durch Klangkunst und künstlerische Forschung auf ökologische Fragestellungen aufmerksam zu machen.
Neben ihrer Arbeit im Bereich der akustischen Ökologie ist Flurina Mia Häberli als Live-Musikerin tätig. Sie ist Mitglied des elektronischen Trios babycurls, Sängerin und Gitarristin der Band no phase und Bassistin bei One Sentence. Supervisor.
Neyen Pailamilla ist eine queere Mapuche-Künstler:in und lebt und arbeitet in Zürich. Ihre Praxis untersucht die Verflechtungen von Körper, Territorium und lebendigen Systemen und bewegt sich dabei zwischen Performance, textilen Arbeiten und transdisziplinärer Forschung. Aus einer diasporischen Perspektive heraus setzen sie sich mit ihrem jeweiligen Umfeld auseinander und befragen dabei die Beziehungen zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem. Grundlage ist unter anderem das Mapuche-Konzept des itrofill mongen («alle Leben ohne Ausnahme»), das alle auf der Erde existierenden Wesen als Teil eines einzigen, miteinander verbundenen Gefüges versteht.
Riikka Tauriainen (sie/they) ist bildende Künstler:in und Forscher:in. In den Installationen, Filmen und Skulpturen setzt sie sich mit ökologischen Fragestellungen, ozeanischer Wissensbildung sowie Geschlechterpolitik auseinander. An der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft untersucht sie Wasserphänomene und materielle Verwandtschaften aus feministischen und posthumanistischen Perspektiven.
manon fantini
Manon Fantini ist eine vielseitige Künstlerin mit Sitz in Biel/Bienne. In den von ihr entwickelten Formaten, versucht sie stets Neugier, Begegnungen, sowie eine sanfte und intuitive Ko-Kreation zu fördern. In den letzten Jahren entwickelte sie vor allem Projekte rund um die Themen zuhören und Klang, unter anderem als Vermittlerin für das Festival Sonic Matter in Zürich.
nik fischer
Nik Fischer ist Kulturvermittler und Kurator, wohnt in Biel/Bienne und an den Schnittstellen von Gesellschaft, Kunst und Kollaboration zuhause. Er ist Co-Leiter von Audible Perspectives, dem schweizer Festival für akustische Ökologie und gehört zum Kollektiv ‹keine krone›, das ab September 2026 den gleichnamigen Kunstraum in Biel kuratiert.
kosmika zopa
Kosmika Zopa is a collective working on politicized somatics, engaging with practices from bodywork, activism, and the performing arts. The collective consists of Amy de Zoysa, Carla Peca, Christina Gabriela Galli, and Vicky Baderna, who first met at Feministisches Streikhaus in Zurich. Currently, they are experimenting with different forms of ritual: from long-lost traditions and everyday routines to newly invented ones.
«susurrus» verwandelt die Mülenenschlucht in St.Gallen für ein Wochenende in eine Welt der audiovisuellen und performativen Kunst. Künstler:innen setzen sich mit mehr-als-menschlichen Lebewesen rund um die Mülenenschlucht auseinander und treten mit ihnen in Austausch. Dabei entstehen ortsspezifische Werke, die in Zusammenarbeit mit der Umgebung erschaffen werden. So entsteht für Publikum und Kunstschaffende eine einzigartige, nicht wiederholbare Erfahrung.
Mit deinem Ticket machst du Susurrus überhaupt erst möglich. Du ermöglichst die Arbeit der beteiligten Künstler:innen und trägst dazu bei, das Festival umzusetzen. Du kannst zwischen drei Preiskategorien wählen: Regulär, Unterstützung und Reduziert – je nachdem, was für dich stimmig ist. Möchtest du Susurrus zusätzlich unterstützen, hast du während des Festivals die Möglichkeit, einen freiwilligen Beitrag über Twint oder bar in die Kollekte zu geben. Danke, dass du Susurrus mitträgst!
Die Mülenenschlucht ist in nur 7 Minuten zu Fuss von der Talstation der Mühleggbahn erreichbar. der Weg ist markiert und führt etwas steil bergauf, mit Treppen. Alternativ fährt der Bus nr. 6 «Bach, St. Georgen» ab dem Bahnhof St.Gallen bis zur Haltestelle «Mühlegg». Von dort sind es noch 240 Meter Fussweg bergab bis zum Ziel, ebenfalls markiert und barrierefrei.
fr: 11.09.2026
verschiebedatum: 18.09.2026
programm variiert, info folgt
Dauer: ca. 20 min
Treffpunkt Berneggstollen
Hinweis Wir bewegen uns gemeinsam die Mülenenschlucht hinauf zum Wasserfall.
Ausgehend vom Mapuche-Verständnis des Landes – in dem alles Leben als Teil eines gemeinsamen, verbundenen Gewebes verstanden wird – eröffnet diese Performance eine erste Begegnung mit dem Wasserfall und der Landschaft, die diese Zusammenkunft trägt.
In einer Begrüssung auf Mapudungun wendet sich die Künstler:in direkt an den Wasserfall, stellt sich vor und bittet um Erlaubnis, diesen Ort zu betreten. Der Wasserfall wird dabei als lebendiges Gegenüber verstanden, zu dem eine Beziehung von Respekt und gegenseitiger Anerkennung möglich ist.
Die Performance verbindet live gesprochene und voraufgezeichnete Stimme mit metallischen Klängen und einer atmosphärischen Klanglandschaft, die das Geschehen begleitet. Ein fuchsiafarbenes Kostüm erinnert an die Chillko, eine Pflanze, die nahe am Wasser wächst. Zwei textile Elemente, die von einer Brücke herabhängen, entfalten sich über dem Wasserfall und erweitern die Geste der Begrüssung in die Landschaft hinein.
Als eröffnendes Ritual lädt die Performance dazu ein, den Ort bewusst wahrzunehmen, ihm zuzuhören und ihn als gastgebendes Territorium anzuerkennen.
21:00—21:30: Soundperformance
21:00—23:00: Videoarbeit
22:15—22:45: Soundperformance
meandering ist eine audiovisuelle performance, die mit zwei schweizer Schluchten in Dialog tritt: der Taubenlochschlucht in Biel und der Mühlenenschlucht. ausgehend von einer künstlerischen Recherche in der Taubenlochschlucht entwickelt Flurina Mia Häberli eine ortsspezifische Arbeit für die Mühlenenschlucht.
Live erzeugte und vorproduzierte Klanglandschaften verweben sich mit dem Rauschen des Wassers. synthetische Frequenzen und natürliche Klänge verschmelzen zu einer Atmosphäre, welche sich als temporäre Resonanz mit der Landschaft versteht.
Die visuellen Elemente von Neyen Pailamilla erweitern diesen Dalog: Projektionen von Körpern, die sich durch Wasser bewegen, legen sich auf die Wasseroberfläche der Schlucht und verbinden menschliche Bewegung mit den Strömungen des Ortes.
Im Anschluss an Neyen Pailamillas eröffnende Performance – die den Wasserfall in mapudungun begrüsst und ihn als lebendiges Wesen anerkennt – setzt meandering die Begegnung mit dem Territorium fort. Beide Arbeiten laden dazu ein, der Landschaft nicht als Kulisse, sondern als Gegenüber zu begegnen – aufmerksam, respektvoll und in Beziehung.
sa: 12.09.2026
verschiebedatum: 19.09.2026
programm variiert, info folgt
Anmeldung: m.barra@gmx.netTreffpunkt: Bernegg Stollen, Mülenenschluchtweg St.GallenAnzahl Teilnehmer:innen: max. 15 Kinder: empfohlen ab 9 Jahren, in Begleitung von Erziehungsberechtigten. Wetter & Sicherheit: Bequeme und dem Wetter angepasste Kleidung wird empfohlen. Rutschfeste Schuhe. Wir sind draussen. Versicherung: Ist Sache der Teilnehmenden. Sprache: Bei Bedarf mehrsprachig (DE, FR, EN) Organisation und Leitung: Manon Fantini, Nik Fischer
Wir gehen, wir halten inne, wir lauschen, wir erleben.
Strömungen und Formen, Schwingungen und Echos - wir resonieren mit dem was ist. Wir spielen mit. Nicht weniger. Nicht mehr. Während dieser gemeinsamen Zeit entlang der Schlucht üben wir uns darin, den feinen Bewegungen zuzuhören. Ein Stück der Mülenen im Hier und Jetzt. Ein Moment der Kontemplation.
so: 13.09.2026
verschiebedatum: 20.09.2026
programm variiert, info folgt
Meeting Point: Bernegg Stollen, Mühlenenschluchtweg, St.Gallen Language: Englisch, auf Anfrage Übersetzung auf Deutsch Accessibility: Route is not wheelchair accessible
An invitation to be liquid, to be sound, to form poems out of leaves, to move through tree time, cry rivers and sound together in a dissonant choir of breaths. Together we invent our own rituals for a broken planet, long for connections lost and let the waters in and around us guide us. The practice will include a listening walk up the waterfall, movement invitations, humming and creating a sculpture out of found objects.
20:00—20:45: Soundperformance
20:00—23:00: Videoarbeit
Die audiovisuelle Performance von Caroline Baur und Riikka Tauriainen folgt der Steinach.
Flussaufwärts – nicht nur zu ihrer Quelle im Steineggwald, sondern durch die verschiedenen Zeitschichten, die in ihrem Lauf gespeichert sind. Wasser erscheint dabei als Träger von Sedimenten, Erinnerungen, Klängen und Geschichten.
Ausgehend von der Mülenenschlucht lauscht die Arbeit den geologischen und historischen Echos des Ortes. Die Wände der Schlucht, das Gestein, die Gebäude und die Spuren menschlicher Nutzung werden zu Resonanzräumen einer viel älteren Geschichte. Lange bevor Menschen diesen Ort besiedelten, bedeckten tropische Urwälder, Wüstenlandschaften, Flussdeltas und das Tethysmeer die Region. In den Schichten der Meeresmolasse sind diese vergangenen Welten bis heute eingeschrieben. Die Figur des Echos wird dabei zur Vermittlerin zwischen Gegenwart und Deep Time – zwischen dem Meer, das hier einst war, der menschlichen Aneignung, und möglichen zukünftigen Landschaften.
Die Arbeit versteht Zuhören als eine Form der Aktivierung: ein Versuch, geologische, mikrobische und historische Echos auftauchen zu lassen. Projektionen, Klänge und Text kartieren diese Schichten und lassen unterschiedliche Massstäbe von Zeit und Wahrnehmung ineinanderfliessen.
kuration und organisation: morena barra ≈ beratung künstlerische leitung: nik fischer ≈ produktionsleitung & medienarbeit: kulturfundament ≈ artist care & hospitality: miriam d'errico ≈ gestaltung: sirkka ammann ≈ social media: nadine schwery ≈ technik: monkey productions